Jobverlust für tausende Arbeitnehmer

Deutsche Bank, Stadtsparkasse, Strauss, Terex
Jobverlust für tausende Arbeitnehmer

In der aktuellen Berichterstattung häufen sich die Schlagzeilen, wonach zahlreiche Großunternehmen tausende von Jobs abbauen wollen.

Am 03. November 2015 berichtete etwa die Rheinische Post über Filialschließungen bei Strauss und Stellenabbau bei Terex.
In den Tagen zuvor war über den Abbau tausender von Stellen bei der Deutschen Bank und einer Ausdünnung des Filialnetzes bei der Stadtsparkasse berichtet worden.

All das betrifft einseitig Arbeitnehmer und deren Familien. In der Regel wird der Stellenabbau dadurch umgesetzt, dass zunächst befristete Arbeitsverträge auslaufen, dann Altersteilzeitverträge und Aufhebungsvereinbarungen für ältere Arbeitnehmer angeboten werden. Zuletzt wird dann oftmals zum Mittel der betriebsbedingten Kündigung gegriffen.

Eine solche ist möglich, birgt aber selbst für erfahrene Arbeitgeber diverse Fallstricke, die nicht selten zur Unwirksamkeit der Kündigung und damit zum Erhalt des Arbeitsplatzes führen. Das gilt allerdings nur für solche Arbeitnehmer, die sich gegen eine Kündigung wehren. Das muss innerhalb einer Frist von drei Wochen nach Zugang einer etwaigen Kündigung geschehen.

Die Kosten einer solchen Klage übernehmen die Rechtsschutzversicherungen. Besteht eine solche nicht, kommt die Gewährung von Prozesskostenhilfe in Betracht. In jedem Fall sollte zumindest fachkundiger Rat eingeholt werden, um die Wirksamkeit einer bereits ausgesprochenen oder erst in Aussicht gestellten Kündigung zu prüfen.
Diesen Rat können und sollten externe Berater erteilen.
Der Betriebsrat ist hierfür in der Regel nicht geeignet. Oftmals verhandelt er mit dem Arbeitgeber einen Interessenausgleich und Sozialplan mit Namensliste, legt also quasi gemeinsam mit dem Arbeitgeber fest, wer von einer Kündigung betroffen sein wird.

Stefan Haas

Rechtsanwalt | Mediator
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Tel. 0211 49140240
eMail: s.haas@haas-law.de

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