Überstunden

Überstunden

Arbeitnehmer schulden nur das Arbeitspensum, das in dem Arbeitsvertrag vereinbart ist. Sie schulden grundsätzlich nicht die Ableistung von Überstunden (sog. Mehrarbeit). Diese kann der Arbeitgeber nur dann verlangen, wenn er hierfür ganz besondere Gründe anführen kann, also einen plötzlich hereingekommenen fristgebundenen Auftrag oder eine sonstige besondere Notlage. Die Belange der Arbeitnehmer sind bei der Einforderung von Überstunden zu beachten.

Wenn Überstunden geleistet werden, sind diese in aller Regel gesondert zu vergüten. Gibt es hierzu keine besondere Vereinbarung, wird das dem Arbeitnehmer geschuldete Entgelt auf einen Stundensatz umgerechnet und ist dann für die Überstunden zu entrichten. In Arbeitsverträgen finden sich oftmals Regelungen, die ein bestimmtes Überstundenpensum pauschal mit dem regelmäßigen Monatsgehalt abgelten wollen. Solche Regelungen sind problematisch und bedürfen einer eingehenden Überprüfung.

Will der Arbeitnehmer seine aus geleisteten Überstunden resultierenden Zahlungsansprüche gerichtlich geltend machen, hat er hohe Hürden zu überwinden. Er muss nicht nur darlegen und gegebenenfalls beweisen, dass er über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus gearbeitet hat. Er muss auch darlegen und gegebenenfalls beweisen, dass dies auf Anforderung/Weisung des Arbeitgebers erfolgt ist. Hierbei genügen pauschale Behauptungen nicht, sondern er muss konkret benennen können, wann wer aus welchem Anlass konkret Überstunden eingefordert hat. Dann muss er auch darlegen, welche konkreten Tätigkeiten er genau wann und in welchem Umfang verrichtet hat.

Bei Fragen zum Thema Überstunden sprechen Sie uns an unter Telefon 0211 491400 oder kanzlei@haas-law.de.

Stefan Schlöffel

Rechtsanwalt | Mediator
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Tel. 0211 49140220
eMail: schloeffel@haas-law.de

Stefan Haas

Rechtsanwalt | Mediator
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Tel. 0211 49140240
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