Zeugnis

Zeugnis

Arbeitnehmer haben einen gesetzlich regelten Zeugnisanspruch. Unterschieden wird zwischen dem Anspruch auf ein Zwischen- und ein Endzeugnis.

Einen Anspruch auf ein Zwischenzeugnis hat der Arbeitnehmer bereits bei Vorliegen eines berechtigten Interesses. Das kann vorliegen, wenn er sich anderweitig bewerben will oder wenn er in eine andere Abteilung versetzt wird.

Anspruch auf das Endzeugnis hat der Arbeitnehmer zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Der Arbeitnehmer kann ein einfaches Zeugnis verlangen, das sich nur über Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses verhält, oder ein qualifiziertes Zeugnis, das sich auch auf Leistung und Verhalten des Arbeitnehmers beziehen muss.

Das Zeugnis muss bestimmten formalen Anforderungen entsprechen. Es muss etwa auf dem üblicherweise verwandten Geschäftspapier ausgedruckt werden. Es trägt in aller Regel das Datum des letzten Arbeitstages. Es muss von dem Vorgesetzten bzw. vom Arbeitgeber eigenhändig unterzeichnet sein. Es darf keine Schreibfehler enthalten.

Arbeitnehmer schulden nur eine durchschnittliche Arbeitsleistung, deshalb haben sie auch nur Anspruch auf eine durchschnittliche Leistungsbewertung. Möchten Arbeitnehmer eine überdurchschnittliche Leistungsbewertung erhalten, müssen sie in einem etwa zu führenden Prozess darlegen und beweisen, dass ihre Leistungen überdurchschnittlich gut waren. Will der Arbeitgeber zum Nachteil des Arbeitnehmers vom Durchschnitt abweichen, trifft ihn die Darlegungs- und Beweislast hierfür.

Zeugnisse werden häufig verklausuliert formuliert. Da sie für den weiteren beruflichen Werdegang des Arbeitnehmers von entscheidender Bedeutung sind, ist auch hier die Prüfung durch den Spezialisten anzuraten.

Bei Fragen zum Thema Zeugnis sprechen Sie uns an unter Telefon 0211 491400 oder kanzlei@haas-law.de.

Stefan Schlöffel

Rechtsanwalt | Mediator
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Tel. 0211 49140220
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Stefan Haas

Rechtsanwalt | Mediator
Fachanwalt für Arbeitsrecht

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