§ 24 BERUFSBILDUNGSGESETZ (BBIG) – ÜBERNAHME NACH DER AUSBILDUNG

 Eine Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 20. März 2018 – 9 AZR 479/17 – ist Ver-anlassung, auf § 24 Berufsbildungsgesetz (BBiG) hinzuweisen.

Vorgenannter Paragraph bestimmt, dass mit einem Auszubildenden, der im Anschluss an das Berufsausbildungsverhältnis weiterbeschäftigt wird, ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit begründet wird.

Das Bundesarbeitsgericht stellt in der vorgenannten Entscheidung nochmals klar, dass als subjektives Element für die Begründung eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses der Ausbildende Kenntnis sowohl vom Bestehen der Abschlussprüfung als auch von der Weiterbeschäftigung des Auszubildenden haben muss.

Eine Weiterbeschäftigung liegt vor, wenn der Auszubildende an dem der rechtlichen Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses folgenden Arbeitstag erscheint und auf Weisung oder mit Wissen und Willen des Ausbildenden oder eines Vertreters tätig wird.

Der Vertreter muss allerdings zum Abschluss von Arbeitsverträgen befugt sein. 

Stefan Schlöffel

Rechtsanwalt | Mediator
Fachanwalt für Arbeitsrecht

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